Badezimmer mit einer Badewanne auf der rechten Seite und links ein Tunnelkamin

Beschichtete Scheiben – Mehr als nur Glas

Effiziente Technologie für klare Sicht und weniger Wärmeabgabe

Feuersichtscheiben bestehen nicht aus gewöhnlichem Glas. Sie sind aus spezieller Glaskeramik gefertigt, die extremen Temperaturschwankungen und mechanischen Belastungen in Öfen und Kaminen standhält.

Große Sichtscheiben, geringe Wärmeabstrahlung – ein Widerspruch?

Die Abstrahlwärme eines Feuerraums lässt sich am einfachsten reduzieren, indem man auf große Sichtscheiben verzichtet. Doch der Wunsch nach einem großzügigen Blick auf das Feuer ist heute gefragter denn je.

Der Markt verlangt nach großformatigen Scheiben und einem intensiven Flammenbild – idealerweise mit einer möglichst geringen Wärmeabgabe an den Raum.

Welche Möglichkeiten gibt es also, diesen Anforderungen gerecht zu werden? Es gibt durchdachte Ansätze, um den Spagat zwischen beeindruckender Feueroptik und reduzierter Wärmeabstrahlung zu meistern.

Wärmereflektierende Beschichtung – Feuerraumstrahlung wird zurück reflektiert

Ein bekanntes Prinzip lässt sich von den Glasfassaden moderner Hochhäuser, Banken und Bürogebäude ableiten: Dort verhindern spezielle Beschichtungen den direkten Einblick, da sie einen Großteil der Sonneneinstrahlung (Infrarotstrahlung) reflektieren. Ob durch metallische Bedampfung oder amorphes Silizium – je höher der Reflexionsgrad, desto eingeschränkter der Durchblick.

Für den Einsatz an Feuerraum-Sichtscheiben ist jedoch der klare Blick auf das Flammenspiel entscheidend. Deshalb wird auf der Außenseite der Glaskeramik eine hauchdünne, wärmereflektierende Beschichtung aufgebracht. Sie reflektiert einen Teil der Wärmeabstrahlung des Feuerraums zurück, ohne dabei die Sicht auf das Feuer wesentlich zu beeinträchtigen.

Solche transparenten IR-Beschichtungen können die thermische Abstrahlung des Feuerraums um etwa 10–15 % reduzieren – ein wirkungsvoller Ansatz, um den Wohnraum angenehm temperiert zu halten.

 Alles neu: EN 16510 – Strahlungsbereich & Scheibenvarianten

Ab Ende 2025 gilt die Norm EN 16510 verpflichtend für alle Einzelfeuerstätten, die in den Handel kommen. Im Rahmen dieser Normenprüfung wird der Strahlungsbereich der Feuerraumöffnung – sowohl nach vorne als auch zur Seite – genau gemessen. Die Ergebnisse werden auf dem Typenschild des Heizeinsatzes angegeben. Diese Regelung betrifft nicht nur neue, sondern auch ältere Modelle, die weiterhin verkauft werden.

Feuerstätten mit herkömmlicher Glaskeramik können nach der Norm EN 16510 einen Strahlungsbereich von 100 bis 150 cm aufweisen. Die Gefahr besteht darin, dass aus Gewohnheit oft noch der bisher übliche Abstand von 80 cm angenommen wird. Dies kann jedoch bei der Abnahme zu Diskussionen mit dem Schornsteinfeger führen, da dies dann nicht den Brandschutzvorgaben entspricht.

Beschichtete Scheiben – bei 80 cm ist Schluss

Bei Heizeinsätzen mit einer wärmereflektierenden Sichtscheibe bleibt der Strahlungsbereich unverändert bei 80 cm. Prüfstandversuche zeigen, dass selbst unter hoher Belastung die Oberflächentemperatur vor der beschichteten Scheibe ab einem Abstand von 80 cm nicht über 85 °C steigt. Im Vergleich dazu erreichen herkömmliche Glaskeramikscheiben bereits im Speicherbetrieb Temperaturen von 90 bis 100 °C.

Pflegehinweise für wärmereflektierende Sichtscheiben

Die wärmereflektierende Beschichtung befindet sich auf der Außenseite der Glaskeramik. Verwenden Sie zur Reinigung milde, nicht scheuernde Reinigungsmittel (Glasreiniger) und ein weiches Tuch, um die Oberfläche nicht zu beschädigen. Die Innenseite der Scheibe (Feuerraumseite) kann mit handelsüblichen Ofenreinigern oder einem Asche-Wasser-Gemisch gereinigt werden.

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Große Sichtscheiben, geringe Wärmeabstrahlung – ein Widerspruch?

Die Abstrahlwärme eines Feuerraums lässt sich am einfachsten reduzieren, indem man auf große Sichtscheiben verzichtet. Doch der Wunsch nach einem großzügigen Blick auf das Feuer ist heute gefragter denn je.

Der Markt verlangt nach großformatigen Scheiben und einem intensiven Flammenbild – idealerweise mit einer möglichst geringen Wärmeabgabe an den Raum.

Welche Möglichkeiten gibt es also, diesen Anforderungen gerecht zu werden? Es gibt durchdachte Ansätze, um den Spagat zwischen beeindruckender Feueroptik und reduzierter Wärmeabstrahlung zu meistern.

Wärmereflektierende Beschichtung – Feuerraumstrahlung wird zurück reflektiert

Ein bekanntes Prinzip lässt sich von den Glasfassaden moderner Hochhäuser, Banken und Bürogebäude ableiten: Dort verhindern spezielle Beschichtungen den direkten Einblick, da sie einen Großteil der Sonneneinstrahlung (Infrarotstrahlung) reflektieren. Ob durch metallische Bedampfung oder amorphes Silizium – je höher der Reflexionsgrad, desto eingeschränkter der Durchblick.

Für den Einsatz an Feuerraum-Sichtscheiben ist jedoch der klare Blick auf das Flammenspiel entscheidend. Deshalb wird auf der Außenseite der Glaskeramik eine hauchdünne, wärmereflektierende Beschichtung aufgebracht. Sie reflektiert einen Teil der Wärmeabstrahlung des Feuerraums zurück, ohne dabei die Sicht auf das Feuer wesentlich zu beeinträchtigen.

Solche transparenten IR-Beschichtungen können die thermische Abstrahlung des Feuerraums um etwa 10–15 % reduzieren – ein wirkungsvoller Ansatz, um den Wohnraum angenehm temperiert zu halten.

Alles neu: EN 16510 – Strahlungsbereich & Scheibenvarianten

Ab Ende 2025 gilt die Norm EN 16510 verpflichtend für alle Einzelfeuerstätten, die in den Handel kommen. Im Rahmen dieser Normenprüfung wird der Strahlungsbereich der Feuerraumöffnung – sowohl nach vorne als auch zur Seite – genau gemessen. Die Ergebnisse werden auf dem Typenschild des Heizeinsatzes angegeben. Diese Regelung betrifft nicht nur neue, sondern auch ältere Modelle, die weiterhin verkauft werden.

Feuerstätten mit herkömmlicher Glaskeramik können nach der Norm EN 16510 einen Strahlungsbereich von 100 bis 150 cm aufweisen. Die Gefahr besteht darin, dass aus Gewohnheit oft noch der bisher übliche Abstand von 80 cm angenommen wird. Dies kann jedoch bei der Abnahme zu Diskussionen mit dem Schornsteinfeger führen, da dies dann nicht den Brandschutzvorgaben entspricht.

Beschichtete Scheiben – bei 80 cm ist Schluss

Bei Heizeinsätzen mit einer wärmereflektierenden Sichtscheibe bleibt der Strahlungsbereich unverändert bei 80 cm. Prüfstandversuche zeigen, dass selbst unter hoher Belastung die Oberflächentemperatur vor der beschichteten Scheibe ab einem Abstand von 80 cm nicht über 85 °C steigt. Im Vergleich dazu erreichen herkömmliche Glaskeramikscheiben bereits im Speicherbetrieb Temperaturen von 90 bis 100 °C.

Pflegehinweise für wärmereflektierende Sichtscheiben

Die wärmereflektierende Beschichtung befindet sich auf der Außenseite der Glaskeramik. Verwenden Sie zur Reinigung milde, nicht scheuernde Reinigungsmittel (Glasreiniger) und ein weiches Tuch, um die Oberfläche nicht zu beschädigen. Die Innenseite der Scheibe (Feuerraumseite) kann mit handelsüblichen Ofenreinigern oder einem Asche-Wasser-Gemisch gereinigt werden.

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Frau Michaela Ertl

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E-Mail:  ertl@brunner.de

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