Der Moment eben, an dem aus einem Haus ein Zuhause wurde. Dabei fragt man sich woher diese Faszination kommt, die selbst in einer hochmodernen, digitalisierten und schnelllebigen Gesellschaft wir der unseren ungebrochen scheint.
Was genau lieben wir so sehr am Holzfeuer?
Um diese Frage zu beantworten muss man weit in der Geschichte des Menschen zurückgreifen.
Die Mehrheit der Wissenschaftler glaubt, sich die Eigenschaften seiner Umgebung zu Nutze zu machen, sei ein fundamentaler Faktor für den Erfolg des Menschen. Durch den Gebrauch von Werkzeugen, Waffen und Kleidung war der Mensch schnell seiner natürlichen Umgebung überlegen.
Mit der Verwendung von Gegenständen bekam auch die Nutzung des Feuers eine übergeordnete Rolle. Forscher haben bewiesen, dass bereits der Frühmensch „Homo Erectus“ lernte Feuer zu entfachen. Und das schon vor über einer Million Jahren. Selbst Speisen wurden laut einer Studie bereits zu dieser Zeit mittels Feuer zubereitet oder erwärmt.
So banal es klingen mag, aber die Zähmung des Feuers ist ein Meilenstein in der Geschichte des Menschen. Durch das Braten von Fleisch wurde dessen Verzehr verträglicher und erleichterte das Überleben in einer Zeit, in der Lebensmittel nicht im Übermaß vorhanden waren. Auch ist gebratenes Fleisch länger haltbar und enthält deutlich weniger Parasiten und Krankheitskeime. Der dadurch wachsende Verzehr wurde hochwertiger, tierische Nahrungsmittel waren essentiell für die erfolgreiche Weiterentwicklung komplexer Körperteile, wie des menschlichen Gehirns.
Darüber hinaus bot das Holzfeuer den effektivsten Schutz vor Raubtieren und Kälte. Eine Besiedlung relativ kühler Regionen Eurasiens wäre ohne das Feuer nicht möglich gewesen.

Das Holzfeuer in der Gegenwart
Nicht zu vergessen ist auch die Tatsache, dass der Mensch ein soziales Lebewesen mit komplexen psychologischen Bedürfnissen ist. Der Austausch in Form von Kommunikation, das Teilen von Mahlzeiten und auch der gegenseitige Schutz sind der Nährboden für eine gesunde Gemeinschaft. Und genau diese wird durch das Beisammensein um eine schützende Feuerstelle stark gefördert.
Wenn man sich nun wieder zurück in die Gegenwart begibt und sich mit der anhaltenden Faszination Holzfeuer beschäftigt, finden sich noch viele dieser uralten Aspekte in heutiger Zeit wieder. Noch immer verbringt man gerne Zeit mit der Familie vor dem heimischen Kachelofen. Noch immer bereiten wir Speisen auf dem Grill oder über dem Lagerfeuer zu. Nicht mehr aus Notwendigkeit, sondern aus Vergnügen und purer Freude. Und noch immer fühlen wir uns sicher und geborgen im Schein eines prasselnden Kaminfeuers.
Das Feuer hat im Laufe der Zeit seine Bedeutung auf Bereiche unseres Lebens ausgeweitet, die erst in der Moderne in Erscheinung getreten sind. Man nehme beispielsweise die Entschleunigung des Alltags. Wenn der strenge Alltag uns von einem Meeting in das nächste hetzt, bildet unsere heimische Feuerstelle eine willkommene Alternative.
Auch das Bewusstsein für Ökologie und Umweltschutz ist ein Aspekt, der in Zeiten des Klimawandels allgegenwärtig ist. Im Gegensatz zu Öl, Gas und anderen fossilen Energiequellen bekommt Holz als CO2-neutraler Brennstoff in seiner Natürlichkeit eine beinahe romantische Komponente. Der Wald als Alternative zur Ölplattform. Lokale Holzanbieter von nebenan im Kontrast zu tausenden Kilometern von Gaspipelines.

Ohne das Feuer wären wir wahrscheinlich nicht die, die wir heute sind. Ein Beweis dafür, dass das Feuer seit jeher unser treuester Begleiter ist.
Fazit
Das Holzfeuer spielt seit jeher eine wichtige Rolle für uns. Nicht nur um das Überleben zu sichern, auch um Behaglichkeit zu vermitteln. Es hat sich mit uns weiterentwickelt und heute ist es uns möglich ökologisch und umweltbewusst zu heizen
Expertentipp
Mit Holz zu Heizen ist nachhaltig und umweltbewusst. Daher ist es wichtig, unsere Ofenanlagen zu warten und instand zu halten. Auch der Austausch alter Heizeinsätze ist im Rahmen des Umweltschutzes eine wichtige Maßnahme.





