Altes Bauernhaus saniert in in einem Dorf
Bauherr: Dr. Robert Wilke Ofenbauer: Semmelmann Kachelöfen und Kamine Keramik: Leutschacher Keramik Heizungsbauer: Nazet Haustechnik GmbH

Ein Haus mit Geschichte und Zukunft:
Sanierung eines Bauernhauses bei Regenpeilstein

Ein Ort, der nicht verschwinden durfte: Es gibt Häuser, die einfach mehr sind als vier Wände. Sie prägen ein Dorf, erzählen Geschichten und verschwinden oft leise, wenn niemand sie weiterdenkt.

Das mehrere hundert Jahre alte Bauernhaus im Ensemble der Burg Regenpeilstein wäre beinahe eines davon geworden. Leerstehend, technisch überholt, im Erdgeschoss nicht mehr bewohnbar. Doch für Dr. Robert Wilke war schnell klar: Dieses Gebäude darf nicht verloren gehen. „Der Tod für historische Gebäude ist ein fehlendes Nutzungskonzept“, sagt er. Seine Antwort darauf: eine Sanierung, die Vergangenheit bewahrt und Zukunft ermöglicht.

Historische Substanz als Leitlinie

Für den Bauherren stand von Anfang an fest, dass genau diese Elemente erhalten bleiben müssen. Kunststoffe? Fehlanzeige. Moderne Folien oder Schäume? Keine Option.

Stattdessen setzte er konsequent auf traditionelle Materialien: Kastenfenster, mit Hanf gedichtet, historische Putzoberflächen, natürliche Baustoffe ohne synthetische Zusätze. „Kein Wohnen in der Plastiktüte“, beschreibt er seine Haltung. Das Ziel: ein authentisches Raumgefühl wie früher, aber ohne die Einschränkungen von damals.

Altes, renoviertes Bauernhaus mit PV-Anlager auf dem Dach
Das Haus, vermutlich vor 1700 erbaut, trägt noch heute seine ursprüngliche Handschrift: Bruchsteinmauerwerk, niedrige Raumhöhen, viel Holz in Böden, Decken und Fenstern.

Die größte Herausforderung: Planung statt Baustelle

Die eigentliche Herausforderung lag weniger auf der Baustelle als in der intelligenten Gesamtplanung. Wie lässt sich ein historisches Gebäude ohne klassische Dämmung energetisch zukunftsfähig machen? Und wie gelingt es, moderne Technik so zu integrieren, dass sie den Charakter des Hauses nicht verändert?

Genau hier zeigt sich die Stärke durchdachter Systemlösungen: Die enge Verzahnung aller Komponenten und eine klare Struktur im Energiekonzept schaffen die Grundlage dafür, dass ein solches Projekt überhaupt realisierbar wird.

Unsichtbare Technik – maximale Wirkung

Das Herzstück des Projekts liegt im Energiekonzept. Das Ziel war ambitioniert:
ein nahezu energieautarkes Gebäude, ohne den Charakter des Hauses zu verändern. Zum Einsatz kam ein vollständig integriertes System von BRUNNER bestehend aus:

Heizzentrale mit Pufferspeicher im Heizungsraum

Heizzentrale BHZ mit Pufferspeicher (1000 Liter)

PV-Anlage auf dem Dach eines Bauernhauses

Einbindung der Photovoltaikanlage (20 kWp)

Skizzenzeichnung zum Konzept Wärmepumpen-Ofenheizung mit Heizzentrale und PV-Anlage

Alle Komponenten des Energiekonzepts sind bei BRUNNER so aufeinander abgestimmt, dass sie als geschlossenes System zusammenarbeiten. Wärmeerzeugung, Speicherung und die Nutzung von Solarstrom greifen ineinander und lassen sich zentral steuern. 

Damit entsteht eine Lösung, die nicht aus einzelnen Bausteinen besteht, sondern als funktionierende Einheit – auch bei komplexen Sanierungsprojekten – gedacht ist.

Ein zentraler Baustein dabei ist die ganzheitliche Steuerung des Systems über ein Display.

Zusätzlich ermöglicht die digitale Steuerung über myBRUNNER die gesamte Anlage jederzeit und von überall aus per App oder am PC zu überwachen und zu steuern.

Gerade bei der Nutzung als Ferienhaus schafft das ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität, da Einstellungen angepasst und Betriebszustände jederzeit kontrolliert werden können.

Startseite myBRUNNER-App auf Smartphone

Besonders entscheidend war zudem, dass die Technik im Alltag nicht in Erscheinung tritt. Sie integriert sich vollständig in den historischen Charakter des Hauses und sorgt im Hintergrund für einen reibungslosen Betrieb.

Die Anlage ist so ausgelegt, dass sie zuverlässig und weitgehend automatisiert läuft – von der komfortablen Bedienung für Gäste bis hin zum sicheren Betrieb in Leerstandszeiten inklusive Frostschutz.

Wärme, die man spürt

Ein zentrales Element dabei ist der Kachelofen. Er steht sinnbildlich für das gesamte Projekt, denn er ist traditionell in seiner Erscheinung, aber hochmodern in seiner Funktion. „Ein Kachelofen ist etwas unglaublich Gemütliches. Wer hätte das nicht gerne im Urlaub?“, so Dr. Wilke.

Als wasserführender Ofen ist er jedoch weit mehr als nur atmosphärischer Mittelpunkt. Er ist fester Bestandteil des gesamten Heizsystems und liefert einen entscheidenden Beitrag zur Wärmeversorgung des Hauses.

Die erzeugte Energie wird in das Gesamtsystem eingespeist, im Pufferspeicher genutzt und intelligent verteilt. So verbindet der Kachelofen Wohnkomfort mit effizienter Heiztechnik und wird zum Bindeglied zwischen traditioneller Feuerstätte und moderner Energieversorgung.

Autarkie mit Weitblick

Heute arbeitet das Haus weitgehend energieautark und bietet ein hohes Maß an Unabhängigkeit in der Wärmeversorgung. Durch das Zusammenspiel aus Photovoltaik, Wärmepumpe, Speichertechnik und wasserführendem Ofen entsteht ein System, das Energie effizient nutzt und flexibel auf unterschiedliche Anforderungen reagiert.

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