Betriebserlaubnis für Kesselgeräte

Gesetzliche Bestimmung für den Betrieb einer wasserführenden Ofenanlage in Deutschland:

Die novellierte und aktuell gültige 1. BImSchV regelt nicht nur die Emissionsgrenzwerte von Einzelfeuerstätten, sondern auch den Betrieb wasserführender Öfen und Kamine.

 

Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

  • Ist eine wasserführende Ofenanlage als alleinige Heizung installiert, so wird diese als Zentralheizung bewertet und nicht mehr als Einzelfeuerstätte. Es besteht eine regelmäßige Messpflicht durch den Schornsteinfeger. Die geforderten Grenzwerte für Zentralheizungsanlagen lassen sich in der Praxis mit einer handbeschickten Einzelfeuerstätte schwer erreichen.
  • Ist eine wasserführende Ofenanlage als Heizungsunterstützung installiert, gilt diese als Zusatzheizung. In diesem Fall gibt es keine Erstmessung, noch eine laufend zu wiederholende Messpflicht durch den Schornsteinfeger. Als Voraussetzung für eine Betriebserlaubnis der wasserführenden Einzelfeuerstätte genügt der Nachweis der Typenprüfung über das am Gerät angebrachte Typenschild.
  • Grundsätzlich muss die Wärmeabgabe der Einzelfeuerstätte dem Wärmebedarf des Aufstellraumes angemessen sein.

 

Fazit: Wasserführende Öfen oder Kamine können bedenkenlos in ein Heizsystem integriert werden, wenn diese nachrangig eingebunden sind. Das bedeutet, dass ein klassischer Wärmeerzeuger wie Öl, Gas, Wärmepumpe oder Strom vorhanden ist und „nur“ mit einer wasserführenden Ofenanlage kombiniert wird. Das Benutzerverhalten ist dabei nicht zu betrachten.

In Kombination mit einer größeren Solar- oder Photovoltaikanlage werden gesonderte Berechnungsnachweise gefordert, um diese als „Hauptheizung“ einzustufen.

Eine Erstabnahme erfolgt über den Schornsteinfeger bezüglich der Erfüllung dieser Vorgabe.

Diese Bestimmung gilt nur für Neuanlagen, nicht für ältere, bestehende wasserführende Ofenanlagen.

Eine Abstimmung mit dem Schornsteinfeger wird empfohlen.
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