Brunner wissen

Wissen ist Macht - das wusste schon Sir Francis Bacon. Die so wichtigen und emotionalen Themen "Holzfeuer" und "Heizen" haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten massiv an Komplexität gewonnen. Auch wir bei BRUNNER haben unsere Kachelöfen, Kamine und Heizkessel entsprechend neuester Entwicklungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse immer wieder neu erfunden. Und da uns sehr viel daran liegt, dass Sie unsere innovativen Produkte korrekt und voller Zufriedenheit nutzen können, geben wir unser fundiertes Wissen und unsere Erfahrung gerne an Sie weiter.

Bücherstapel Lexikon Brunner
  • Kachelofenvarianten

    welche kachelofenvarianten gibt es?


    Warmluft-Kachelofen

     Brunner Wissen Kachelofen Varianten Warmluftofen

    Ein Warmluft-Kachelofen von BRUNNER erwärmt den Wohnraum innerhalb kürzester Zeit. Diese Lösung ist ideal, wenn eine hohe mittlere Heizleistung benötigt wird (> 4 kW), beispielsweise in Altbauten oder in großen Räumen.

    Bei Warmluft-Kachelöfen strömt die Raumluft am Heizeinsatz und an der Nachheizfläche aus Guss entlang, erwärmt sich sehr schnell und fließt über Warmluftgitter oder -schächte zurück in den Wohnraum. Dementsprechend hoch sind die Leistungsspitzen dieses Systems, da Speichermasse nur im Ofenmantel des Kachelofens als Schamotte verbaut ist. Diese Ausführung der Kachelofenanlage ohne Speichermasse führt dazu, dass die Ofenanlage relativ rasch auskühlt.

    - Wärme in kurzer Zeit
    - Geeignet für große oder hohe Räume
    - Kühlt schnell aus


    Speicher-Kachelofen

    Die sanfte Wärmeabstrahlung eines Kachelofens wird als sehr angenehm empfunden. Das Konzept der Strahlungswärme wird vor allem eingesetzt, wenn eine geringe, lang anhaltende und gleichmäßige Heizleistung benötigt wird.

    Im Speicherofen wird die Wärme in der keramischen Nachheizfläche gespeichert und über die Ofenoberfläche langsam abgegeben. Dadurch werden hohe Leistungsspitzen und  Raumtemperaturschwankungen vermieden.

    Speicheröfen kann man auch als Kombiöfen aufbauen: Ein Teil der verfügbaren Wärmeenergie wird als Warmluft an den Raum abgegeben und sorgt für schnellere Wärme. Der Rest wird gespeichert und über viele Stunden gleichmäßig abgegeben.

    Je nach verwendeter Speichermasse benötigt der Kachelofen eine längere Aufheizzeit. Dafür erfolgt die Wärmeabgabe über viele Stunden. Moderne Kachelöfen können den Wohnraum aber auch rasch erwärmen, indem sie Wärme direkt über die große Glasscheibe abgeben.

    - Angenehme Strahlungswärme
    - Lange Speicherzeiten


    Brunner Wissen Kachelofen Varianten Speicherofen handwerkliche Speichermasse

    Handwerklich erstellte Speichermasse

    Der handwerklich erstellte Massespeicher stellt die ursprünglichste Form des Speicher-Kachelofens dar. Aus feuerfestem Schamottestein werden Heizgaskanäle gefertigt, die das keramische Zugsystem bilden. Während die Heizgase hindurchströmen, wird ihnen die Wärme entzogen, gespeichert und über die Kachelofenoberfläche als gleichmäßige langwellige Strahlung wieder abgegeben.


    Brunner Wissen Kachelofen Varianten Speicherofen vorgefertigte Speichermasse

    Modulare vorgefertigte Speichersysteme

    Keramische Modul-Speicher-Systeme setzt man in den vergangenen Jahren immer häufiger ein. Die Vorteile der vorgefertigten Speicherelemente liegen auf der Hand: Passgenaue Formstücke ermöglichen eine schnelle Bauweise, ihre glattwandige Ausführung und der gleichbleibend runde Querschnitt sorgen für geringste Strömungswiderstände. Die verwendeten Materialien verfügen über eine sehr hohe Rohdichte und können auf kleiner Grundfläche mehr Wärme aufnehmen als herkömmliche Schamottezüge.


    Wasserführender Kachelofen

    Brunner Wissen Kachelofen Varianten Wasserführend

    Eine ganz andere Form der Wärmespeicherung bietet sich an, wenn der Heizeinsatz mit einem Kessel kombiniert wird. Damit kann die Wärmeenergie des Kachelofens zusätzlich zur Heizwassergewinnung verwendet werden.

    Verschiedene Konzepte ermöglichen die Wassererwärmung: Entweder ein aufgesetzter Wasserwärmetauscher, durch den die heißen Heizgase hindurchströmen und damit Heizwasser erwärmen. Oder ein Kesselmantel, bei dem der Heizeinsatz direkt mit Wasser ummantelt wird. Oder aber ein Kesselkörper, der mit einem aufgesetzten oder seitlich angebrachten Wärmetauscher zusätzlich zur Ummantelung beide Möglichkeiten integriert. Bei allen Kesselvarianten wird ein Großteil der nutzbaren Wärmemengen dem Pufferspeicher in Form von Heizwasser zugeführt. Auf diese zwischengespeicherten Erträge kann das Heizungssystem wiederum zurückgreifen.

    - Erzeugt Heizwasser, ohne auf die wohlige Kachelofenwärme verzichten zu müssen 

  • So entsteht Wärme

    WÄRme mit holzbeheizten Kachelöfen und kaminen


    Im Prinzip geht es nur darum, Physik zu verstehen und richtig anzuwenden. Es beginnt alles mit der Menge an Energie, die Holz in sich trägt, beziehungsweise dem Heizwert des trockenen Holzes. Er wird mit 4 kWh pro Kilogramm angegeben. Dann braucht es einen "Energie­freisetzungs­prozess", den wir im Volksmund auch schlicht als Heizen bezeichnen.

    In den Brennraum eines Ofens werden in der Regel zwischen vier und zehn Kilogramm Holz (16 beziehungsweise 40 kWh pro Kilogramm Energie) gelegt und angezündet. Der als Holzfaser feste Kohlenstoff löst sich nach dem Anzünden ab einer gewissen Umgebungstemperatur gasförmig auf (Umwandlung in brennbares Gas) und erzeugt als Flamme Wärme. Die Glut am Ende des Abbrands ist das Kohlenstoffgerüst, das nach der Hauptentgasung übrig bleibt und langsam zusammenbricht.

    So viel zur Physik, doch jetzt geht es um den Ofen. Ein Teil der Wärme ist die Brennraumwärme des Kachelofens oder Kamins, also die unmittelbare Abstrahlung im Zentrum der Energiefreisetzung. Der andere große Teil der Energie steckt aber noch in den aus dem Brennraum kommenden, bis zu 800 Grad Celsius heißen Heizgasen.

    Diese Energiemengen können als Wärme genutzt werden, indem ihnen mit unterschiedlichen Wärmetauschersystemen ihre Temperatur entzogen wird. In metallischen Nachheizflächen werden die Heizgase schnell gekühlt und als Warmluft für große Heizleistungen verwendet. Strömen die Heizgase aber durch Zugkanäle einer Speichermasse wird diese aufgeheizt und gibt über Stunden eine gleichmäßige Strahlungswärme ab. Als weitere Möglichkeit können die Heizgase auch durch einen Kesselkörper geführt werden, der wie ein richtiger Wärmetauscher im Heizkessel funktioniert und Heizwasser erwärmt.

    Die Kunst ist es, dieses Wissen über die Energieerzeugung mit Holz für die Bedürfnisse der Menschen und die individuellen Anforderungen ihres Wohnraums einzusetzen. Nur ein abgestimmtes Holzofensystem bringt das gewünschte Wohlbefinden für seine Besitzer.

    Ein guter Ofenbauer verfügt über viel Expertenwissen und Erfahrung in diesem Bereich und plant damit Kachelofen- und Kaminsysteme, die individuell auf die jeweilige Situation zugeschnitten sind. Wir von BRUNNER helfen dem Ofenbau-Handwerk dabei mit den richtigen Produkten in bester Qualität. Wir machen nichts anderes, als die perfekten Brennräume mit speziell abgestimmten Wärmesystemen zu bauen. All dieses Wissen nennen wir Kompetenz - für Sie wird es Zufriedenheit bedeuten. 

  • Die richtige Brennholzlagerung

    wie lagere ich mein Brennholz OPtimal?

    1. Lagern Sie das Brennholz an sonnigen, gut durchlüfteten Flächen (Süd- und Westseiten Ihres Gebäudes).
    2. Schaffen Sie einen trockenen Untergrund (Paletten oder Rundhölzer).
    3. Lagern Sie Ihr Brennholz mit mindestens 15 cm Abstand zum Boden.
    4. Im Kreuzstapel geschichtet trocknet das Brennholz besonders schnell.
    5. Decken Sie Ihr Brennholz nach der sommerlichen Trocknungsperiode umgehend mit einem Regenschutz, beispielswiese einer Plane, ab.
    6. Wenn Sie Ihr Brennholz unter einem vorgezogenen Dach, einer Hauswand oder einer luftigen Holzhütte lagern, lassen Sie zur Durchlüftung mindestens 10 cm Abstand zwischen Holz und Gebäudewand.
    7. Falls möglich lagern Sie den Tagesverbrauch an Brennstoffen in einem beheizten Raum.


    Aufgepasst:

    In sechs bis zwölf Monaten kann Ihr Brennholz - wie in der Abbildung dargestellt - auf natürliche Weise auf eine Holzfeuchte von etwa 18 bis 22 Prozent getrocknet werden.
    Somit kann Ihr Jahresvorrat an nassem Brennholz im Frühjahr gestapelt und in der nächsten Heizperiode emissionsarm verbrannt werden. Wenn Sie mehr Informationen zu diesem Thema wünschen, wenden Sie sich an das Institut für Brennholztechnik http://www.ibt-kraemer.de.


    Brunner Wissen richtige Brennholzlagerung

     

  • Grundofenvarianten

    welche Grundofenvarianten gibt es?



    Brunner Wissen Grundofen Varianten MSS

    Das ursprünglichste System eines Ofens ist das des Grundofens. Das System für sanfte Strahlungswärme wird insbesondere eingesetzt, wenn eine lang anhaltende gleichmäßige Heizleistung benötigt wird. Die Strahlungswärme der Speichermasse von Grundöfen hat dieselbe Wellenlänge wie Sonnenlicht und ist ebenso wohltuend und angenehm. Die Haut des Menschen nimmt die gesunde Infrarotstrahlung als natürliche, sanfte Wärme auf. Das brennende Holzfeuer erwärmt den aus Schamottesteinen bestehenden Brennraum des Grundofens direkt. Über keramische Züge wird die Wärme mittels der Ofenoberfläche langsam und über lange Zeit an den Wohnraum abgegeben.

    Ein Grundofen braucht aufgrund seiner Masse natürlich längere Aufheizzeiten. Durch große Glasscheiben von BRUNNER kann man aber auch mit einem Grundofen schon kurz nach dem Einheizen die Wärme des Ofens über die Scheibe genießen.



    Brunner Wissen Grundofen Varianten MSS 2

    Gegossene Modul-Speicher-Steine werden auch beim Bau von Grundöfen immer häufiger eingesetzt.

    - Passgenaue Formteile ermöglichen einen schnellen Aufbau
    - Geringe Strömungswiderstände durch glattwandige Ausführung
    - Gleichbleibend runder Querschnitt  
    - Sehr hohe Rohdichte des Materials: Modul-Speicher-Steine können auf kleiner Grundfläche mehr Wärme aufnehmen als herkömmliche Schamottezüge

  • Kaminvarianten

    Welche Kaminvarianten gibt es?


    • WarumluftKamin

       Brunner Wissen Kamin Varianten Warmluftkamin


      ...mit aufgesetzter Stahlblechhaube


      Bei einem Warmluftkamin werden die Heizgase an der vergrößerten Oberfläche der Warmlufthaube abgekühlt und direkt an den Raum abgegeben. Das sorgt für eine schnelle Erwärmung des Wohnraums gleich nach dem Anheizen. Warmluftkamine kühlen allerdings schnell wieder aus. Sie haben keine Speichermasse, in der die Wärmeenergie gespeichert wird. Die Warmluft-Lösung ist ideal, wenn der Wohnraum möglichst schnell erwärmt werden soll.


      SpeicherKamin

       Brunner Wissen Kamin Varianten Speicherkamin


      ... mit nebenstehender keramischer Speichermasse


      Speicherkamine verfügen über einen aufgesetzten oder nebenstehenden Massekörper, der die gespeicherte Wärme über viele Stunden hinweg gleichmäßig an den Wohnraum abgibt. Die noch heißen Heizgase aus dem Feuerraum werden über die kompakte Gusshaube als heißer Kernstrom zusammengefasst, fließen in die keramische Nachheizfläche und erst danach in den Schornstein.

      Moderne Kamine geben die Wärme aber auch direkt über eine große Glasscheibe ab, so dass es im Wohnraum trotzdem rasch warm wird. Speicherkamine können auch als Kombikamine aufgebaut werden, die einen Teil der Wärmeenergie als Warmluft abgeben. Diese Variante vereint die Vorteile von beiden Kaminarten: Die Warmluft erwärmt den Raum sehr schnell und die Speichermasse gibt auch Stunden nach dem Einheizen noch angenehme Strahlungswärme ab.

       

       Brunner Wissen Kamin Varianten Speicherkamin aufgesetzte Speichermasse


      ... mit aufgesetzter keramischer Speichermasse


      Die heißen Heizgase aus dem Brennraum durchströmen eine Speichermasse, die direkt auf dem Brennraum aufgesetzt ist. Der Platzbedarf des Speicherkamins wird damit erheblich verkleinert und erreicht trotzdem die lang anhaltende angenehme Strahlungswärme. Diese Lösung ist ideal, wenn ein Speicherkamin mit hohem Wirkungsgrad auf kleinster Grundfläche gewünscht wird. Auch Speicherkamine mit aufgesetzter Speichermasse gibt es als Kombikamine in Verbindung mit direkter Warmluftabgabe.


      Wasserführender Kamin

      Brunner Wissen Kachelofen Varianten Wasserführend


      ... mit aufgesetztem Wasserwärmetauscher

      Mit der Kesseltechnik kann die Wärmeenergie des Kaminfeuers zusätzlich zur Heizwassererwärmung genutzt werden. Je nach Bedarf wird ein größerer oder kleinerer Anteil der Wärmeenergie verwendet. Dieser Anteil kann entweder feststehend sein oder variabel für die jeweilige Situation eingestellt werden. 

      Beim klassischen Wasserwärmetauscher durchströmen die heißen Heizgase aus dem Brennraum einen Kesselkörper, der direkt auf dem Feuerraum aufgesetzt ist. Das erwärmte Heizwasser wird einem Pufferspeicher zugeführt und kann von dort aus für die Zentralheizung verwendet werden. Ein Heizwasserwärmetauscher ermöglicht einen Wasseranteil von bis zu 70 Prozent je nach Kamin-Modell.

      ... mit aufgesetztem Kesselmodul

      Auch für Raumbedingungen mit wenig Platz gibt es eine passende Lösung: Das Kesselmodul, das direkt auf den Kamin aufgesetzt wird und einen feststehenden Heizwasseranteil von immerhin 30 Prozent ermöglicht.

      ... mit Rippenwärmetauscher

      Ein System zur Warmwassergewinnung bei Kaminen ist der Rippenwärmetauscher. Durch die Rippenstruktur wird die Tauscheroberfläche vergrößert, so dass auf wenig Raum viel Wasser erwärmt werden kann. Der mögliche Heizwasseranteil liegt hier bei bis zu 70 Prozent. Wegen der hohen Oberflächentemperaturen treten beim Rippenwärmetauscher kaum Ablagerungen auf, was den Reinigungsaufwand verringert.