BRUnners Ofenlexikon

Im Ofenlexikon von BRUNNER bleibt keine Frage offen. Die Schlagworte in alphabetischer Anordnung reichen von A wie "Anheizklappe" bis Z wie "Zündhilfen". Hier finden Sie eingehende Definitionen und ausführliche Erklärungen zu allen relevanten Begriffen der Ofen- und Heiztechnik.
Ofenlexikon von BRUNNER in form einer Schreibmaschine
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

Anheizklappe

Die Anheizklappe ist eine "Kurzschlussklappe" für die Rauchgase. Sie wird vornehmlich bei Grundöfen mit keramischer Speichermasse benutzt. Bei ungünstiger Witterung kann es vorkommen, dass der Schornstein nicht ausreichend Zug aufbaut, um die Heizgase aus dem Feuerraum zu ziehen. Ergebnis: der Ofen beginnt zu qualmen. In diesem Fall wird die Anheizklappe geöffnet, um eine direkte Verbindung zwischen Feuerraum und Schornstein herzustellen. Sind die Zugprobleme in der Anheizphase überwunden, schließt die Klappe wieder; entweder manuell betrieben oder automatisch gesteuert mit kleinem Elektromotor.

nach oben


Außenluft

Neubauten sind heutzutage meist dicht gebaute Niedrigenergiehäuser, die die notwendige Verbrennungsluft nicht mehr aus der Raumluft beziehen können. Schnell werden 100 Kubikmeter pro Stunde verbraucht, die nicht mehr über Undichtigkeiten bei Fenstern und Türen nachströmen können. Ebenso stören oftmals Klima- und Lüftungsgeräte den Betrieb eines Holzofens oder Kamins. In diesem Fall wird dem geschlossenen Holzfeuerraum die Verbrennungsluft durch einen Luftkanal direkt zugeführt.

nach oben


Brennholz

Unter dem Begriff Brenn- oder Feuerholz versteht man Holz, das zum Heizen verwendet wird. Es darf nur unbehandelt verbrannt werden; imprägnierte und lackierte Hölzer enthalten Chemikalien, die giftige Dämpfe und gesundheitsschädigende Abgase entwickeln. Das Holz sollte ebenfalls nicht zu feucht sein. Verfügen die Holzzellen über einen Wassergehalt von mehr als 20 Prozent, sinkt der Heizwert deutlich. Als Faustregel gilt: Das Brennholz in kleine Scheite spalten, aufrichten und zwei Jahre luftgetrocknet und überdacht lagern. Noch mehr Freude hat, wer sein Ofenholz drei bis fünf Tage vorher neben der Feuerstätte aufrichtet. Dann ist es "zundertrocken" und hat den höchsten Heizwert. Ein Raummeter trockenes Laubholz ersetzt etwa 200 Liter Heizöl oder 200 Kubikmeter Erdgas.

Brennholz wird in Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter gehandelt und berechnet: 
Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter Holzmasse ohne Zwischenräume. Der Wert errechnet sich aus Dicke und Länge der Stämme vor dem Spalten.
Bei einem Raummeter, auch Ster genannt, handelt es sich um ein Kubikmeter geschichtete Holzscheite, ein Meter lang mit Zwischenräumen.
Ein Raummeter kommt etwa 0,7 Festmeter gleich.
Unter einem Schüttraummeter (SRM) versteht man ein Kubikmeter geschüttete, nicht gestapelte Holzscheite. En SRM entspricht etwa 0,7 bis 0,8 Raummeter aufgesetztes, ofenfertiges Holz beziehungsweise 0,4 Festmeter.

Für weiterführende Informationen rund um das Thema empfehlen wir den BLV-Ratgeber "Brennholz" von Hans Eiber.

nach oben


Brennraum

Der Brennraum ist das am meisten belastete Bauteil einer Ofenanlage. Hier verbrennt das Holz; dabei entstehen Temperaturen bis zu 1.000 Grad Celsius. Es gibt unterschiedliche Ausführungsvarianten: Bei handwerklich erstellten Grund- beziehungsweise Speicheröfen besteht der Brennraum aus Schamottesteinen und wird nach der Brennstoffmenge bemessen. Der Brennraum kann aber auch aus Stahlblech gefertigt sein und mit einer zusätzlichen Schamotteauskleidung versehen werden.

nach oben


Drosselklappe

Die Drosselklappe wird im Rauchrohr des Ofens kurz vor dem Schornsteineintritt verbaut. Die Klappe kann stufenlos verstellt werden, sodass sich der Querschnitt des Rohres und somit der Kaminzug nachhaltig verändern. Dieses notwendige Zubehör sorgt für einen optimalen Schornsteinunterdruck und beeinflusst die Brenndauer, den Wirkungsgrad und das Flammenbild.

nach oben


Emission

Unter dem Begriff Emission versteht man gasförmige oder feste Stoffe, die Boden, Luft oder Wasser verschmutzen. Verursacher sind die so genannten Emittenten, also in der Regel die technischen Anlagen, die die Stoffe abgeben. Der Gesetzgeber hat inzwischen für viele Verursacher die Höhe der zulässigen Emissionen geregelt.
Die Bezeichnung "Emission" ist nicht zu verwechseln mit dem Ausdruck "Immission". Darunter versteht man die Einwirkung der Verschmutzungen des Bodens, der Luft und des Wassers auf lebende Organismen. Gesetzlich festgelegte Höchstwerte bestimmen die zulässige Immissionskonzentration.

nach oben


Feuerraum:

siehe Brennraum.

nach oben


Fossile Energien

Zu den fossilen Energien zählen Braun- und Steinkohle, Erdgas sowie Erdöl. Man gewinnt sie aus Brennstoffen, die vor Jahrmillionen aus Biomasse (Abbauprodukte toter Pflanzen und Tieren) entstanden sind. Doch die Vorkommen fossiler Brennstoffe sind zunehmend erschöpft. Auch sind Förderung, Transport und der Energieverbrauch bei der Gewinnung der fossilen Energieträger mit starken Umweltbelastungen verbunden; ihre Preisentwicklung von weltpolitischen Einflüssen und Faktoren abhängig. Im Gegensatz dazu gewinnt man Biomasse unter anderem aus Holz, das meist regional erzeugt wird.

nach oben


Füllmenge

Die Füllmenge definiert die Menge an Brennstoff, die für einen Feuerraum angegeben und mit dem dazugehörigen Kamin- oder Ofensystem abgestimmt ist. Die Füllmenge ist abhängig von der Größe und der Leistung der Feuerstätte. Zu viel oder zu wenig Holz im Feuerraum vermindern den Wirkungsgrad und verschlechtern die Abbrandqualität. Bei der Angabe der Füllmenge in Kilogramm ist die lockere Aufrichtung des Scheitholzes im Feuerraum eingerechnet. So kann es rundum ausgasen.

nach oben


Glaskeramik

Mit dem Begriff Glaskeramik wird die Sichtscheibe beim Ofen oder Kamin umschrieben. Sie ermöglicht den Blick in den Brennraum und auf das Feuer. Die Glaskeramik wird aus besonders hitzebeständigen und transparenten Materialien gefertigt und erreicht eine hohe Oberflächentemperatur (bis 400 Grad Celsius). Die große Strahlungsleistung führt zu einer starken Wärmeabgabe an den Raum. Daher ist die Scheibenfläche wohl überlegt zu planen und auszurichten.

nach oben


Glut

Die Glut bildet sich bei der Verbrennung von Holz. Sie entsteht, wenn alle gasförmigen Stoffe, die das Flammenbildung ermöglichen, aus dem Brennstoff entwichen sind und das Holz somit entgast ist. Durch ihre Infrarotstrahlung sorgt die Glut auch aus größerer Entfernung noch für angenehme Wärme.

nach oben


Grundofen

Der Grundofen, auch als Speicher- oder Strahlungsofen bezeichnet, ist die ursprünglichste Kachelofen-Bauart. Geheizt wird in einem gemauerten Brennraum. Der Grundofen speichert die freigesetzte Wärme in seiner Masse. Die Heizwirkung erfolgt über die Wärmeabstrahlung der Ofenhülle. Die milde Strahlungswärme wird als besonders wohltuend und behaglich empfunden.
Die Speichermasse entscheidet über Höhe und Dauer der Heizleistung. Der Grundofen hat eine lange Aufheizzeit, bleibt dafür umso länger warm. Er zeichnet sich durch lange Nachlegeintervalle von bis zu zwölf Stunden und mehr aus. Ein Überheizen der Räume ist in der Regel nicht möglich, sodass sich diese Kachelofen-Bauart besonders gut für Niedrigenergiehäuser eignet. Der Grundofen kann komplett handwerklich erstellt oder mit vorgefertigtem Schamotte-Brennraum und Speichermodulen ausgeführt werden. 

nach oben


Gusseisen

Gusseisen zählt seit jeher zu den hochwertigen Materialien für die Herstellung von Feuerungsanlagen. Es wird vornehmlich für Bauteile verwendet, die besonders robust und langlebig sein sollen. Der wesentliche Unterschied zum Werkstoff Stahl besteht in dem hohen Anteil an Kohlenstoff (> zwei Prozent). Gusseisen dehnt und spannt sich weniger als Stahl; es verfügt über eine deutlich geringe Verzunderung und die Passungen sind wesentlich genauer.

nach oben


Heizkamin

Ein Heizkamin, umgangssprachlich oft nur als Kamin bezeichnet, verfügt über einen verschließbaren Feuerraum mit Glaskeramikscheibe, die einen ungehinderten Blick auf das Flammenspiel ermöglicht. Der Heizkamin ist direkt an den Schornstein angeschlossen. Wesentliche Unterschiede zur klassischen offenen Feuerstelle sind der hohe Wirkungsgrad, die schnelle Wärmeabgabe und die emissionsarme Feuerungstechnik. Das Funktionsprinzip eines Heizkamins ähnelt einem Warmluftofen. Die Heizleistung wird über die Strahlung der Scheibe und die Wärmeabgabe des Feuerraums erzielt. Jedoch sind die Nachlegeintervalle kürzer. Speichersysteme und Aufsätze erhöhen den Wirkungsgrad des Heizkamins; als Kesselgerät kann er zusätzlich die Heizungsanlage unterstützen.

nach oben


Heizlast

Die Heizlast wird in Watt angegeben und definiert den Wärmebedarf, der erforderlich ist, um eine bestimmte Raumtemperatur aufrecht zu erhalten. Sie richtet sich nach der Lage und der Bauweise des Gebäudes sowie nach dem Nutzungszweck der Räume. Mittels Heizlast wird die Auslegung einer Heizungsanlage ermittelt. In der Europäischen Norm (EN) 12831 ist festgeschrieben, wie die Heizlast zu ermitteln ist. 

nach oben


Heizleistung

Die Heizleistung stellt eine Größeneinheit bei Wärmeerzeugern dar. Man gibt sie in Kilowatt (kW) an. Physikalisch bestimmt wird die Heizleistung über den Heizwert des Holzes - ein Kilogramm verfügt über eine Energiemenge von 4 kWh - sowie über die Brennstoffmenge, die ein Benutzer mit seiner Ofen- oder Kaminanlage verfeuert. Drei Kilogramm Holz bedeuten somit eine Feuerungsleistung von 12 kW.

nach oben


Heizwert

Der Heizwert entscheidet darüber, welcher Nutzen (= Wärmemenge in kWh) bei der Verbrennung erzielt werden kann. Nadelhölzer haben aufgrund ihres höheren Harzanteils mit rund 5,2 kWh/kg Trockenmasse einen höheren Heizwert als Laubhölzer (5,0 kWh/kg). Doch auf den Heizwert haben diese Werte keinen Einfluss; hier spielt vielmehr die Restfeuchte - also die Menge an Wasser, die noch im Holz vorhanden ist - eine Rolle. So verfügt frisch geschlagenes Laubholz über einen Wasseranteil von 50 Prozent und weist einen Heizwert von lediglich 2,1 kWh/kg auf. Zum Vergleich: Luftgetrocknetes Holz bringt es, je nach Lagerungsdauer, auf einen Heizwert von 3,0 bis 4,5 kWh/kg. 

  Wassergehalt
g/kg Holz
Heizwert
kWh/kg
Holz, sehr trocken 100 4,5
Holz, zwei Jahre gelagert 200 4
Holz, ein Jahr gelagert 350 3
Holz, frisch geschlagen 500 2,1

Bei einem Wärmebedarf von durchschnittlich 4 kW beträgt die benötigte Wärmemenge pro Tag (4 kW x 24 Stunden) 96 kWh. Wird diese Wärme durch das Verbrennen von gut gelagertem Holz gedeckt, reicht ein Kubikmeter des nachwachsenden Brennstoffs 21 Tage. Verwendet man stattdessen frisch geschlagenes Holz reicht der Kubikmeter lediglich knapp elf Tage.

nach oben


Holz

Holz ist nicht gleich Holz. Nadel- und Laubhölzer haben sehr unterschiedliche Verbrennungseigenschaften. Hier unterscheidet man auch zwischen Hart- und Weichholz, wobei die Holzdichte ausschlaggebend ist. Hartholz verfügt über eine hohe Dichte und erreicht daher eine wesentlich längere Brenndauer als Weichholz. Es muss auch nicht permanent nachgelegt werden. Viele Laubbäume sind der Kategorie Hartholz zugeordnet. Weichholz - dazu zählen vornehmlich die Nadelhölzer - erreicht aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung schnell hohe Verbrennungstemperaturen; deshalb eignet es sich optimal zum Anfeuern. Weichholz lässt sich selbstverständlich aber auch zum Heizen der Ofen- oder Kaminanlage verwendet; es verbrennt nahezu rückstandslos. 

Buche, Birke und Esche verursachen kaum Funkenflug und sorgen für ein optimales Flammenbild. Buche und Esche verfügen über einen hohen Heizwert; Birke trägt mit seinen ätherischen Ölen zu einem angenehmen Duft beim Abbrand bei.
Eichenholz hat einen außerordentlich guten Heizwert, benötigt jedoch hohe Temperaturen bei der Verbrennung. Die Funkenbildung ist deutlicher höher als bei den vorgenannten Holzarten.
Mit Fichte und Tanne lassen sich ein Ofen oder Kamin rasch anfeuern. Der hohe Harzanteil sorgt jedoch für unangenehmen Funkenflug.

nach oben


Holzpellet:

siehe Pellet.

nach oben


Hypokaustenofen

Der Hypokaustenofen gehört zu den ältesten bekannten Ofenbauformen. Hypokaustisch bedeutet "von unten beheizt". Im Gegensatz zu einem Warmluft- oder Kombiofen wird die erzeugte Energie nicht über ein Lüftungsgitter an den Wohnraum abgegeben. Vielmehr zirkuliert die warme Luft durch natürliche Thermik über Kanäle in dem geschlossenen Warmluftsystem. Die mit Kacheln oder Naturstein verkleideten Kanäle sorgen wie ein Grundofen für langanhaltende, angenehme Strahlungswärme im Aufstellraum. Die hypokaustische Bauweise wird vornehmlich bei komplizierten oder sehr großen Ofenformen angewendet, da auf diese Weise über beträchtliche Flächen und sogar über mehrere Geschoße geheizt werden kann.

nach oben


Individueller Ofenbau

Es ist eine Kunst, eine Feuerstätte so zu planen, dass sie den Wünschen und Bedürfnissen ihres Besitzers entspricht und sich gleichzeitig gelungen in dessen Wohnumgebung einfügt. Der individuelle Ofen- und Kaminbau durch einen qualifizierten Ofensetzer ist immer dann gefragt, wenn die Feuerstätte etwas Einzigartiges werden soll. Der Ofenbauer berät zu technischen wie architektonischen Details, stimmt exakt die Wärmefunktion auf den Wärmebedarf und die Lebensweise des Kunden ab und passt Material und Formensprache der Ofen- oder Kaminanlage auf dessen Einrichtung ab. Aber auch die Brandsicherheit, die Schornsteinberechnung und die Verbrennungsluftversorgung sind wichtige Bestandteil des individuellen Ofenbaus. Deshalb vereint der Beruf des Ofensetzers Kreativität und künstlerisches Geschick mit dem fundierten Wissen und dem fachkundigen Umgang mit fortschrittlicher Technik.

nach oben


Kachelofen

Der Kachelofen ist eine geschlossene Feuerstätte, die die heißen Rauchgase des Brennraums optimal nutzt. Dabei sind alle Funktionalitäten und individuelle Wärmeabgabesysteme möglich. Wie der Name schon andeutet, besteht die Oberfläche des Kachelofens meist aus glasierten Keramikkacheln. Es gibt aber auch Kachelöfen, die überwiegend gemauert sind. Erst im 19. und 20. Jahrhundert begann man, den Brennraum des Kachelofens zunehmend mit Schamottesteinen auszukleiden sowie die Feuerstätte mit keramischen Zügen zu versehen. Darunter versteht man die gemauerten Rauchgaskanäle im Speicherblock einer Ofenanlage.
Der Kachelofen ist ein Kulturgut und niemals unzeitgemäß oder rückständig. Öfen mit gesetzter Keramik stellen wertvolle und einzigartige Stücke dar. Die Fertigkeit, solche Anlagen zu planen und zu realisieren, beherrscht nur ein fachkundiger und erfahrener Ofensetzer. Er passt Form und Material präzise an die Raumsituation an und stimmt die Funktion des Kachelofens exakt mit den Bedürfnissen des Kunden ab. Der Kachelofenbau gilt als die oberste Stufe des Holzofen-Bauart. 

Kachelöfen gibt es auch mit großen Sichtscheiben (beispielsweise die HKD-Serie von BRUNNER), um die Schönheit des Kaminfeuers mit der unnachahmlichen Heizleistung dieser Ofenbauart zu verbinden.

nach oben


Kachelofen wasserführend

Unter einem wasserführenden Kachelofen versteht man eine geschlossene Feuerstätte, bei der ein Teil der Energie zur Erwärmung des Heizungswassers und somit zur Unterstützung der Zentralheizung genutzt wird. Man unterscheidet zwischen wasserführenden Kachelöfen mit variabler sowie mit fester Wärmeverteilung von Wasser und Ofenleistung. Mit Hilfe eines Pufferspeichers kann die beim Abbrand entstandene Energie gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden. Die restliche im Rauchgas enthaltene Energie wird zum Aufheizen einer Nachheizfläche, meist in Form eines keramischen Zuges, genutzt.
Bei der Wahl des Heizeinsatzes ist darauf zu beachten, dass das Verhältnis von Wasser- und Ofenleistung mit dem Bedarf des Gebäudes übereinstimmt. Die Wärmeabgabe an den Raum erfolgt meist über die Strahlungswärme eines keramischen Zugs sowie der Sichtscheibe.

nach oben


Kamin wasserführend

Der wasserführende Kamin ist eine geschlossene Feuerstätte mit großformatiger Sichtscheibe. Der Kamin wird direkt an den Schornstein angeschlossen. Man unterscheidet zwei Ausführungen: Den nachgeschalteten Kesselaufsatz mit integrierten Wärmetauscherflächen, der direkt auf dem Gerätekorpus aufgesetzt wird, und das komplette Kesselgerät, bei dem zusätzlich der gesamte Brennraum von einem Wassermantel umgeben ist. Hier ist die anteilige Wasserleistung entsprechend höher.
In beiden Fällen wird ein Teil der Holzenergie zur Erwärmung des Heizungswassers und somit zur Unterstützung der Zentralheizung genutzt. Bei der Wahl des Heizeinsatzes ist zu beachten, dass das Verhältnis von Wasser- und Ofenleistung mit dem Bedarf des Gebäudes übereinstimmt. Mit Hilfe eines Pufferspeichers kann die beim Abbrand entstandene Energie gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden. Die Wärmeabgabe an den Raum erfolgt über die Strahlung der Scheibe und bei Geräten mit Kesselaufsatz zusätzlich über den Gerätekorpus, meist als Warmluft.

nach oben


Kaminofen

Der Kaminofen, auch Schweden- oder Zimmerofen genannt, ist eine industriell gefertigte Ofeneinheit. Er gilt als der schnelle Einstieg ins Holzfeuer: Er muss lediglich an den Schornstein angeschlossen werden und ist dann sofort betriebsbereit. Der Kaminofen besteht aus Gusseisen, Stahl oder einer Stein-/Keramikverkleidung und ist oft mit einer Scheibe für eine ungehinderte Sicht auf das Feuer und den Brennraum ausgestattet. Der Kaminofen heizt schnell und wirkungsvoll, was allerdings die Gefahr birgt, die Räume zu überheizen. Der Kaminofen wird gern in Ferienhäusern verbaut oder als "Sicherheitssystem", um bei Heizungsausfall gerüstet zu sein.

nach oben


Keramische Züge

Keramische Züge sind Rauchgaskanäle im Speicherblock eines Ofens. Sie sind aus Schamotteplatten gemauert und oft bis zu zehn Meter lang. Die Keramischen Züge werden vom Ofenbauer berechnet und exakt zwischen Feuerraum und Schornstein abgestimmt. Es setzt Erfahrung, Wissen und Können voraus, um die Rauchgaskanäle so zu fertigen, damit diese nicht zu viel Widerstand für den Unterdruck des Schornsteins darstellen.
Als Faustregel gilt: Pro Kilogramm Holz etwa 50 bis 75 Kilogramm Speichermasse. Ein Grundofen mit einem Füllraum für zehn Kilogramm Holz wird demnach mit einer Speichermasse von 500 bis 750 Kilogramm aufgebaut.

nach oben


Kesseltechnik

Bei der Kesseltechnik können Feuerraumstrahlung und Energie der Heizgase über Kesselflächen bei Holzofensystemen direkt einer Zentralheizung zugeführt werden. Indirekt beheizte Kesselflächen, die über eine Schamotteschicht die Wärme aufnehmen, müssen nicht gereinigt werden. Bei Kesselflächen, an denen die Wärmeübertragung durch vorbeistreichende Heizgase direkt erfolgt, sind Rußablagerungen regelmäßig über die Reinigungsöffnungen zu entfernen.

nach oben


Kombiofen

Der Kombiofen verknüpft die Eigenschaften eines Warmluftofens mit dem Nutzen eines Speicherofens. Wie in einem Warmluftofen erzeugt ein freistehender, gusseiserner Brennraum Warmluft. Die Heizgase werden jedoch nicht durch metallische Nachheizregister, sondern - wie bei einem Grundofen - durch keramische Züge geleitet. So verbindet der Kombiofen eine kurze Aufheizphase mit gleichmäßiger, langanhaltender Strahlungswärme. Abstimmungen in der Aufteilung Warmluft/Strahlungsanteil werden individuell nach Kundenwunsch umgesetzt.

nach oben


Konvektionswärme

Konvektionswärme wird erzeugt, in dem sich kühlere Raumluft an heißen Oberflächen erwärmt. Mit dem Warmluftprinzip wird die Raumluft im "Umwälzverfahren" wie beim Heizkörper der Zentralheizung erwärmt. Auf diese Weise lässt sich ein großes Raumvolumen beheizen. Trockene Luft und eine erhöhte Staubzirkulation können jedoch ein geringeres Wärmebehagen auslösen. Die Gefahr eines Überheizen der Räume ist groß. Bei Öfen mit zu heißen Metallflächen besteht zudem die Gefahr einer Staubverschwelung.

nach oben


Luft

Bei der Verbrennung wird zwischen Primär- und Sekundärluft unterschieden. Mit dem Begriff Primärluft bezeichnet man die Verbrennungsluft, die für die Hauptverbrennung des Holzes erforderlich ist. Der Ausdruck Sekundärluft umschreibt die Verbrennungsluft, die für die Nachverbrennung der Rauchgase benötigt wird.

nach oben


Metallische Heizgaszüge

Metallische Heizgaszüge sind "Kühlflächen", an denen die Heizgase aus dem Brennraum vorbeiführen und abkühlen. Vom Funktionsprinzip ähneln sie Nachheizflächen. Die Metallischen Heizgaszüge verbessern die Effizienz der Ofenanlage. Damit ein guter Wirkungsgrad erzielt wird, sollte man sich genau erkundigen, für welche Füllmenge (Entgasungsmenge und Heizleistung) die jeweilige Konstruktion abgestimmt wurde.

nach oben


Nachheizfläche

Ein System mit Wirkungsgrad benötigt nach dem Brennraum noch eine zusätzliche Fläche, um die im Heizgas enthaltene Energie nutzen zu können: die Nachheizfläche. Haben Holzöfen eine zu kleine Nachheizfläche, sind die Abgastemperaturen, die in den Schornstein gelangen, zu hoch. Mit der Wahl des Nachheizflächensystems kann der gewünschte Wärmeeffekt bestimmt werden: Kesselflächen für Heizwassererzeugung, metallische Oberflächen für Warmluft und keramische Nachheizflächen für Speicherung und zeitverzögerte Abgabe der Strahlungswärme.

nach oben


Ofensteuerung

Eine Ofen- und Abbrandsteuerung dient dem alleinigen Zweck, in den jeweiligen Abbrandstufen die richtige Verbrennungsluftmenge zuzuführen. Wirkungsgrad und Emissionsverhalten werden dadurch optimiert und ein sauberer und komfortabler Betrieb des Holzofens erreicht.

nach oben


Offener Kamin

Der offene Kamin ist eine in der Regel handwerklich erstellte Feuerstätte mit direktem Anschluss an den Schornstein. Aufgrund seiner geringen Wärmeleistung (Wirkungsgrad: 25 bis 30 Prozent) dient der offene Kamin vorrangig der Feueratmosphäre. 
Für den Betrieb des offenen Kamins werden Harthölzer bevorzugt, da diese aufgrund ihrer dichten, nahezu harzfreien Zellstruktur beim Abbrand kaum Funkenbildung hervorrufen.
Für eine einwandfreie Funktion des offenen Kamins ist auf die exakte Abstimmung zwischen Brennraumöffnung, Schornsteinquerschnitt und Höhe zu achten. Offene Kamine sind keine Einzelfeuerstätten. Sie unterliegen daher nicht den Beschränkungen der Bundesimmissionsschutz-Verordnung, sind aber nur für den gelegentlichen Betrieb vorgesehen. 

nach oben


Ofenkachel

Die Ofenkachel ist die Hülle eines Kachelofens. Sie bestimmt die Architektur des Heizmöbels. Die Ofenkachel ist keine Fliese; sie besteht aus gebranntem Ton und gehört damit zur Keramik. Diese spezielle keramische Masse steuert gleichmäßig den Wärmedurchfluss und sorgt dafür, dass die Oberflächen nicht zu heiß werden. Ofenkacheln stellen eine auf die Wünsche der Kunden individuell abgestimmte Dekoration der Ofenanlage dar und lassen sich aufgrund ihrer Glasur rasch und unproblematisch reinigen.

nach oben


Optimierter Abbrand

Der Abbrand gilt als optimiert, wenn die Füllmenge und die Verbrennungsluft auf den Brennraum abgestimmt sind und eine Durchmischung der Heizgase bei einer Mindesttemperatur von 600 Grad Celsius gewährleistet wird. Der Konstruktion des Holzfeuerraums ist deshalb einer großen Bedeutung beizumessen.

nach oben


Pellet

Pellets werden aus naturbelassenen Holzresten umweltgerecht hergestellt, in dem Restholz und Späne zu kleinen Presslingen verarbeitet werden. Da das holzeigene Lignin für die erforderliche Bindung sorgt, kann auf umweltbelastende Verbinungsstoffe verzichtet werden. Wer Holz oder Pellets verwendet, heizt klimaneutral und schont die Umwelt, da die Holzpresslinge meist in der Region produziert werden und somit keine weiten Transportwege anfallen.
Pellets sind ein sauberer Brennstoff mit geringem Wasseranteil und hoher Dichte. Sie haben einen optimalen Heizwert und produzieren minimale Emissionen. Die Presslinge sind, im Gegensatz zu Erdöl, nicht wassergefährdend.


Es sollten ausschließlich Pellets nach DINplus beziehungsweise Ö-Norm M7135 mit den nachfolgend aufgeführten Eigenschaften verwendet werden:

Rohdichte: 1,0 bis  1,4 Gramm/Quadratzentimeter
Länge: 10 bis 30 Millimeter
Schüttgewicht: 650 kg/Kubikmeter
Durchmesser: 6 bis 8 Millimeter
Wassergehalt: 10 Prozent
Heizwert: 5 kWh/kg

nach oben


Pufferspeicher

Ein Pufferspeicher ist das "Speichermedium" einer Heizungsanlage. Er kann sowohl ein isolierter Wasserbehälter, als auch ein fester Massekörper sein. Der Wärmespeicher nimmt für den Moment zu viel freigesetzte Energie auf, die von dort jederzeit gezielt abgerufen werden kann. Auf diese Weise gleicht der Pufferspeicher Gegensätze zwischen der erzeugten und der gerade benötigten Wärmeleistung aus.

nach oben


Putzflächen

Sichtflächen von Kachelöfen oder Kaminen können auch mit verputzen Schamottesteinen aufgebaut werden. Dazu sollte man wissen, dass diese Anlagen regelmäßig frisch gestrichen werden müssen, da sich hier deutliche Spuren von Rauch und Staub absetzen. Spezial-Verputze gibt es in allen Körnungen und Strukturen bis hin zum Glattspachtelputz. Wichtig ist es jedoch, dass die Ofenhülle "frei" steht. Das bedeutet, dass keine unterschiedlichen Spannungen beim Aufheizen auf der Ofenhülle durch Eisenteile oder den fest anliegenden Speicherblock weitergegeben werden und Risse entstehen.

nach oben


Rauchgas

Rauchgas sind jene Gase, die bei der Verbrennung entstehen.

nach oben


Regenerative Energien

Der Begriff regenerative Energien umfasst alle Energiequellen, die hinsichtlich des menschlichen Zeithorizonts nahezu grenzenlos zur Verfügung stehen oder sich - im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern - vergleichsweise schnell erneuern. Zu den erneuerbaren Energien zählen nachwachsende Rohstoffe wie Holz, aber auch Wasserkraft, Erdwärme (Geothermie), Sonnen- und Windenergie.

nach oben


Schamotte

Schamotte ist ein feuerfester natürlicher Werkstoff für Brennraum und Speichermasse, der auch mechanisch gut belastbar ist. Es gibt jedoch unterschiedliche Qualitäten in Dichte und Temperaturbeständigkeit.

nach oben


Schornsteinzug

Der Schornstein sorgt dafür, dass die Rauchgase kontrolliert nach außen strömen, während der Verbrennungsvorgang im Ofen oder Kamin ordnungsgemäß weiterläuft. Seine Funktionsweise beruht auf dem Kamineffekt. Warmluft, die über eine geringere Dichte verfügt, steigt in der kalten Luft des Schornsteins nach oben und trägt zu einem natürlichen Saugeffekt bei. Aufgrund der Thermik oder Druckdifferenz steigen die Rauchgase auf und entweichen durch den Schornstein nach außen. Der entstandene Unterdruck, auch Schornsteinzug genannt, saugt neue Kaltluft an und führt dem Verbrennungsvorgang so beständig frische Luft zu.
Bei der Planung und dem Bau des Schornsteins muss darauf geachtet werden, dass der Wind nicht in den Kamin drückt, damit der einwandfreie Abzug nicht verhindert wird. Um stets genügend Zug aufzubauen, ist der Schornstein zudem in der Größe richtig zu dimensionieren. Daher sind Höhe und lichte Weite des Schornsteins exakt auf den Abgasdruck und die Abgastemperatur abzustimmen, damit diese vollständig nach oben abgesogen werden können.

nach oben


Schwelbrand

Der Schwelbrand bezeichnet eine unvollständige Verbrennung, die meistens durch ungeeigneten (feuchten) Brennstoff oder durch Drosseln der Verbrennungsluft erzeugt wird. Die freigesetzten Gase kommen nicht zu einer Zündreaktion und werden somit nicht genutzt. Es entstehen brennbare Gase und Dämpfe, beispielsweise das giftige, brennbare Kohlenstoffmonoxid (CO).
Ein unbemerkter Schwelbrand in einem geschlossenen Raum kann bei Sauerstoffzutritt, beispielsweise durch eine unerwartet geöffnete Tür, zu einer Rauchdurchzündung oder sogar zu einer Rauchgasexplosion führen.

nach oben


Speckstein

Speckstein ist ein Naturmaterial mit einer sehr hohen Rohdichte. Man setzt ihn deshalb gerne als Speichermasse ein. Bevorzugt verwendet wird der Speckstein auch als Verkleidung von Öfen; allerdings ist er nur in der Farbnuance grau erhältlich. Das Material kann jedoch verputzt oder verblendet aufgebaut werden.

nach oben


Speicherofen:

siehe Grundofen. 

nach oben


Speicherkamin

Bei einem Speicherkamin handelt es sich um eine Feuerstätte, die meist mit Glaskeramik verschlossen ist. Seine Funktionsweise ist der eines Kachelofens ähnlich. Die im Brennraum erzeugten Heizgase werden nicht direkt in den Schornstein geleitet, sondern heizen die keramische Speichermasse. Dadurch wird die Wärme nicht nur, wie beim offenen Kamin, an die Raumluft abgegeben. Selbst wenn das Feuer längst erloschen ist, spürt man noch über mehrere Stunden die gleichmäßige, angenehme Strahlungswärme. Mit dieser Lösung erreicht man den höchsten Wirkungsgrad bei Kaminen.

nach oben


Speichermasse

Die Speichermasse dient dazu, momentan nicht benötigte Wärmeenergie aufzunehmen, zu speichern und bei Bedarf zeitversetzt wieder abzugeben. Beim Kachelofen wird das keramische Zugsystem als Speichermasse eingesetzt, das die Wärme je nach Bauweise verzögert an den Aufstellraum abgibt. Bei Kesselgeräten verwendet man zusätzlich einen Pufferspeicher. Er stellt die Standardlösung im Heizungsbau dar. Mit dieser Speichermasse wird das während des Abbrands überschüssig erzeugte Heizwasser zwischengelagert und bedarfsgerecht über das Heizungssystem in die einzelnen Räume transportiert.
Um 100 Liter Wasser um 10 Grad Celsius zu erwärmen, benötigt man eine Wärmemenge von 1,16 kWh. Um einen 750-Liter-Speicher von 30 auf 80 Grad Celsius komplett aufzuladen, ist eine Wärmemenge von 43,4 kWh erforderlich. Das entspricht dem Energieinhalt einer Holzmenge von rund elf Kilogramm.

nach oben


Stahl

Als Stahl bezeichnet man metallische Legierungen, deren Hauptbestandteil Eisen ist. Im Gegensatz zu Gusseisen lässt sich Stahl umformtechnisch leicht bearbeiten. Oft wird er für Kaminöfen und Kaminkassetten verwendet.

nach oben


Strahlungswärme

Unter der Strahlungswärme versteht man die langwelligen Infrarotstrahlen, die von der Speichermasse als Wärme an "Massekörper" abgegeben werden. Das können Gegenstände wie Wände, Böden oder Möbel ebenso sein wie lebende Organismen wie Menschen, Tiere oder Pflanzen. Die Luft wird nur indirekt erwärmt. Die Strahlungswärme ist mit der Wärmestrahlung der Sonne. Eine Oberflächentemperatur zwischen 40 und 65 Grad Celsius wird am angenehmsten empfunden. Die Wärmestrahlung aus dem Brennraum über eine Keramikscheibe wirkt dagegen wie ein hart Punktstrahler von 200 bis 400 Grad Celsius und sollte daher nicht direkt auf Sitzbereiche des Menschen gerichtet sein.
Grundöfen und Speicherkamine gelten als die typischen Vertreter für Strahlungswärme, da hier meistens auch genügend Masse zur Verfügung steht, um langanhaltende, milde Strahlungswärme über eine längere Zeit zu erzeugen.

nach oben


Verbrennungsluft

Der Begriff Verbrennungsluft umschreibt die notwendige Menge Luft, die für die Verbrennung erforderlich ist. Rein rechnerisch benötigt ein Kilogramm Holz etwa vier Kubikmeter Verbrennungsluft. Gute Holzöfen werden mit einem doppelten Luftüberschuss, also acht bis zehn Meter pro Kilogramm Holz betrieben. Die exakte Einstellung der Verbrennungsluft ist ausschlaggebend für einen hohen Wirkungsgrad und geringe Emissionen. Nach erfolgtem Abbrand muss die Verbrennungsluft ganz geschlossen werden, da sonst die weiter durchströmende Raumluft die Wärme über den Kamin wieder hinausträgt.

nach oben


Wärmebedarf

Der Wärmebedarf ist eine Größeneinheit, die in Kilowatt (kW) angegeben wird. Sie gibt Auskunft darüber, wie viel Energie einem Raum/Haus stündlich zugeführt werden muss, um bei einer Außentemperatur von beispielsweise minus 15 Grad Celsius eine gewünschte Raumtemperatur von etwa 20 Grad Celsius zu halten. Hat ein Raum einen Wärmebedarf von 3 kW so muss jede Stunde 3 kWh zugeführt werden, um den gewünschten Heizeffekt zu erreichen. Für 24 Stunden müssen also 24 mal 3 = 72 kWh bereitgestellt werden. Dies entspricht circa einem Heizwert von 20 Kilogramm trockenen Scheitholz in einem Ofen mit einem Wirkungsgrad von 85 Prozent.

nach oben


Wärmetauscher

Dem Wärmetauscher oder Wärmeübertrager kommt die Aufgabe zu, Wärme von einem Medium auf ein anderes zu übertragen. So werden Wärmetauscher genutzt, um Brauchwasser oder Wasser für die Heizungsanlage zu erwärmen.

nach oben


Warmluft:

siehe Konvektionswärme.

nach oben


Warmluftofen

Beim Warmluftofen handelt es sich um eine Kachelofen-Bauart mit geringer Speichermasse, bei den große Mengen der im Brennraum freigesetzten Energie sofort in Heizleistung umgesetzt werden. In der "Ofenhülle" wird ein freistehender gusseisener Heizeinsatz mit danebenstehender metallischer Nachheizfläche, aufgestellt an dem sich die Raumluft erwärmt und als Konvektionswärme über Gitter in den Raum austritt.

nach oben


Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ist eine physikaische Größe und definiert das Verhältnis zwischen freigesetzter Energiemenge und der Wärmemenge, die dem Raum zugeführt wird. Er wird in Prozent ausgedrückt. Sind bei der Verbrennung von rund zehn Kilogramm Holz eine Energiemenge von 40 kWh Energie freigesetzt worden und hat die Anlage einen Wirkungsgrad von 85 Prozent führt man dem Raum 34 kWh zu.
Wirkungsgradverluste setzten sich aus einer unvollständigen Verbrennung und Abgasverlusten zusammen. Je höher die Abgastemperatur im Schornstein, desto weniger kann man dem Raum zuführen. Eine Mindesttemperatur ist jedoch notwendig, damit der Kamin funktioniert. Bei guten Kachelöfen wird von einem Wirkungsgrad von 80 bis 90 Prozent ausgegangen. Heizkamine und Kaminöfen können 40 bis 70 Prozent erreichen, offene Kamine verfügen über einen Wirkungsgrad von maximal 30 Prozent.

nach oben


Zündhilfen

Als Zündhilfe sollen weder Papierabfälle noch Zeitungen verwendet werden. Um das Ofenfeuer leichter zu entflammen eignen sich kleingespaltenes, aufgeschichtetes Holz oder natürliche Anzündhilfen wie beispielsweise der "Fidibus", ein in Paraffin getränkter Weichholzfaserstreifen. Beim Anfeuern gilt: So schnell wie möglich ein kräftiges Holzfeuer entwickeln.

nach oben