Leidenschaft Ofenbau: Warum der Ofenbauer sein Handwerk liebt
29. Oktober 2018
steinmueller@brunner.de

Der Beruf des Ofenbauers ist mit jede Menge Begeisterung und Passion verbunden. Die meisten Handwerker, wie auch dieser, fangen bereits früh an sich für ihre Berufung zu interessieren. Trotz der langen und manchmal harten Arbeit scheint die Ofensetzer etwas zu ihren Meisterleistungen zu beflügeln. Doch was mag das sein?

Eine Kreation aus Baustoffen

Zunächst wirkt die Arbeit eher wie die Bearbeitung von „Batz“ und Steinen. Der Ofenbauer (im Österreichischen auch „Hafner“ genannt) wird manchmal nass und natürlich auch mal schmutzig. Doch all das hat seinen Wert: Die unscheinbaren Einzelteile werden zu etwas Einzigartigem zusammengefügt, zu einem harmonischen Bild in den 4 Wänden eines Hausherrn. Im Zentrum seines Zuhauses lässt der Ofensetzer die so simplen Einzelteile in einem ganz individuellen Licht erstrahlen.

Das finale Bauwerk Ofen oder Kamin schafft nun Atmosphäre, wird zum Blickfang im Wohnraum und lädt zum Wohlfühlen und Genießen ein. All das hat er mit den Bauteilen und seinen eigenen Händen geschaffen. Es ist immer wieder aufs Neue ein tolles Gefühl zu sehen, was die eigenen Hände möglich machen.

Mit schöpferischer Arbeit Freude bereiten

Nicht nur das eigene Glücksgefühl über sein Werk freut den Ofenbauer, gerade die Begeisterung des Kunden macht ihn besonders stolz und bestätigt ihn in seinem Tun. Das behagliche Flair und das Kunstwerk, welches der Fachmann in das Zuhause des Kunden gebracht hat, erfährt sehr viel Wertschätzung.

Die Feuerstätte wertet seine Immobilie auf und schafft ein dauerhaftes Erlebnis über viele Jahre hinweg. Für den Kunden bleibt der Ofenbauer der Künstler und Experte, dessen Rat in Sachen heimisches Feuer auch nach Fertigstellung weiterhin wertvoll für ihn ist. Für den Fachmann ist die erbaute Anlage ein Stück ganz eigene Handschrift und ein stolzes Werk, das langfristig erhalten bleibt.

Dabei ist noch ein weiterer innerer Antrieb zu erwähnen: Der Ofensetzer ist schlicht und ergreifend jemand, der gebraucht wird. Viele Menschen sehnen sich nach einem Feuererlebnis und wollen sich dieses gern ermöglichen. Diese Menschen wird es immer geben. Einem guten Ofenbauer wird auch aufgrund von Fachkräftemangel kaum die Arbeit ausgehen. Zu wissen, dass er einen zukunftssicheren Sonderstatus genießt, ist schon eine tolle Sache.

Motivation treibt zu Spitzenleistungen

Nichts ist neben dem eigenen Stolz motivierender, als der Stolz des Kunden über seine neue Feuerstätte. Durch diesen Stolz verfolgt der Hafner tagtäglich seine Höchstleistung. Der Wunsch und der Drang besser zu werden, ermöglicht es dem Handwerker, das Beste aus sich herauszuholen. Um diesem Wunsch nachzukommen, erlernt der Ofenbauer gerne neue Techniken um seine Fähigkeiten auszubauen.

Auch die moderne Technik bleibt nicht stehen: Neue Innovationen und Trends machen diesen Beruf nicht zu einer Tätigkeit, die bis zur Rente gleich bleibt. Wie ein Ingenieur oder Architekt konstruiert der Ofenbauer Anlagen mit CAD-Software, um diese unter fotorealistischen Bedingungen darstellen zu können. Da entsteht erst gar kein Anflug von Langeweile oder Eintönigkeit. Ob das die meisten Angestellten im Büro auch von ihrer Arbeit behaupten können?

Fazit

Der Hafner ist nicht nur ein Beruf für den der Handwerker tagtäglich aufsteht, es ist seine Berufung. Zwar weiß er nie, was ihn im nächsten Projekt genau erwartet oder welcher Herausforderung er sich stellen muss. Sicherlich mag mancher Tag Erschöpfung bringen, aber eine Erschöpfung zusammen mit Erfüllung, Stolz und Hingabe für das Werk. Er weiß genau, dass er immer sein Bestes geben wird.

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