1. SCHRITT . Welche Heizlast hat das Gebäude?
Nur wenn bekannt ist welchen Bedarf ein Gebäude hat, können auch Aussagen zur benötigten Holzmenge gemacht werden. Die Heizlast kann am schnellsten über die zu beheizende Wohnfläche ermittelt werden. Exakte Daten liefert eine Heizlastberechnung nach EN 12831.
2. SCHRITT . Wieviel Holz muss täglich gefeuert werden?
Erst mit Kenntnis der Heizlast, also dem Bedarf des Gebäudes, können Aussagen zum Holzverbrauch getroffen werden. Die mit Abstand am häufigsten gestellte Frage lautet: "Wie oft muss der Kachelofen am Tag geheizt werden?"
Für den einen sind tägliche Holzmengen von 40kg ohne großen Aufwand problemlos zu verheizen, während für voll berufstätige Haushalte das zeitlich kaum mehr zu schaffen ist. Da sich die Heizlast auf eine Außentemperatur von -12 bis -16°C bezieht, wird damit immer der Maximalbedarf eines Gebäudes beziffert. Während der Heizperiode werden jedoch bis zu 60% der Heizarbeit bei Außentemperaturen von -5°C bis 5°C abgeleistet. In diesen Fällen liegt der Bedarf um 30-50% unter dem Auslegungsfall.
Daher gilt es zu unterscheiden zwischen einem normalen Wintertag und dem Auslegungsfall. Die täglich zu verfeuernde Holzmenge stellt eine natürliche Grenze dar, inwieweit eine Kachelofenheizung realisierbar ist. Vor allem bei einer manuellen Beschickung des Heizeinsatzes, sollte die Heizlast des Gebäudes nicht über 9kW liegen! Mehr Wärme lässt sich dann nur noch freisetzen, wenn mit Pellets und einem Gebläse gefeuert wird. Die Kombination mit Scheitholz und Pellets in einem Brennraum heizen zu können (BRUNNER-Pelletmodul) erweitert die Grenze der Machbarkeit einer Kachelofenheizung bis zu einer Gebäudeheizlast von ca. 12kW.
3. SCHRITT . Wie hoch ist der jährliche Holzverbrauch?
An die Frage nach dem täglichen Holzbedarf knüpft sich die Frage nach dem Jahresbedarf. Vor allem bei der Verwendung von Scheitholz, das trocken gelagert werden muss, ist die Holzmenge interessant, um den Lagerplatz für das Brennholz einplanen zu können. Gleiches gilt natürlich auch im Falle einer Pelletheizung, bei der ein Jahres Vorratsspeicher im Gebäude geplant ist.