Konstruktion, Schornsteinunterdruck, Holzfeuchte, Holzmenge und Bedienung sind die wesentlichen Einflussfaktoren für saubere Sichtscheiben.
Die Konstruktion:
Bei BRUNNER ist die Verbrennungsluftführung so ausgeführt, dass die einströmende Luft vor der Sichtscheibe das Anlagern von Ruß und Staubpartikeln reduziert. Türprofil und Scheibenführung verhindern, dass dieser Schutzschirm durch Undichtigkeiten gestört wird. Es bilden sich keine Rußfahnen an den Scheiben.Auch die Scheibengeometrie hat ihren Einfluss. Kleine, gerade Scheibenformate bleiben am längsten sauber. Zwei- oder dreiseitige Glaskonstruktionen (Eck-, Panorama-Kamine) mit turbulenten Strömungsverläufen in den Eckbereichen, müssen häufiger gereinigt werden.
Der Schornsteinunterdruck:
Ein zu hoher oder niedriger Schornsteinunterdruck lässt sich durch die einstellbaren Verbrennungsluftöffnungen nicht kompensieren. Bei diesen Randbedingungen stellen sich Strömungsverhältnisse ein, die zu einer vermehrten Rußablagerung führen.
Ist der Unterdruck zu gering, wird nicht nur die Verbrennungsluft ungenügend angesaugt sondern auch die Scheibenspülluft zu schwach „eingeblasen“. Diese strömt mit zu geringer „Wurfweite“ über die Scheibenfläche ein.
Ist der Unterdruck zu stark, zieht der anstehende „Sog“ die oben einströmende Scheibenspülluft gleich in den Kuppelbereich. Die Scheibenspülluft kann nicht über die Scheibe nach unten abströmen und ihre Schutzwirkung entfalten.
In beiden Fällen ergibt sich eine „unruhige“ und unstabile Verbrennung. In diesen Betriebszuständen lagern sich unverbrannte Gaspartikel an der Glaskeramikscheibe an. Diese Anlagerung bedeutet Verschmutzung.
Mit technischen Maßnahmen können die gewünschten Rahmenbedingungen optimiert werden (z.B. Sissi-Klappe bei zu hohem Schornsteinunterdruck). Situationen mit witterungsbedingt schlechten Betriebsbedingungen lassen sich niemals vermeiden und müssen als Ausnahme akzeptiert werden.
Holzfeuchte, Holzmenge und Bedienung
Die Brennstoffqualität und Menge hat einen ebenso bedeutenden Einfluss auf die Sauberkeit einer Sichtscheibe. Grundvoraussetzung ist trockenes Brennholz mit einer Restfeuchte unter 20%. Nur so und mit den für den jeweiligen Brennraum vorgegebenen Füllmengen stellen sich die erforderlichen Temperaturen und Strömungsbedingungen für die Scheibenanspülung ein. Bei zu geringen Brennraumtemperaturen kondensieren die Heizgase an den kalten Scheibenflächen trotz Scheibenspülluft. Die Scheiben beschlagen und verrußen.
Während des Abbrandes ist die bestimmungsgemäße Betriebsweise entscheidend. Wird die Feuerstätte häufig und von verschiedenen Personen genutzt, empfehlen wir die Verbrennungsluftautomatisation EAS/EOS. Damit ist eine optimale Verbrennungsluftregulierung garantiert und eine Fehlbedienung nahezu ausgeschlossen.